Jubiläums-Ballettgala 2017

Bereits zum 10. Mal findet die Ballettgala des Theater Augsburg statt – und wie bereits im letzten Jahr erfreut sich dieses Event so großer Nachfrage, dass es erneut zwei Termine dafür gibt: Samstag, 27. Mai (19.30 Uhr) und Sonntag, 28. Mai (14.30 Uhr) – und beide Termine sind schon seit Februar restlos ausverkauft!

Auch in diesem Jahr dürfen wir Ihnen wieder hochkarätige Gäste präsentieren: Gauthier Dance Stuttgart und das Joffrey Ballet Chicago sind ebenso vertreten wie international renommierte Nationalballetts aus Spanien (Madrid), der Ukraine (Kiew) und Kanada (Toronto). Selbstverständlich ist auch das Augsburger Ballett mit dabei und zeigt einen bunten Mix aus Publikumslieblingen und neuen Choreografien zu weltbekannter Pop-Musik. Ein Auszug aus dem aktuellen Ballettabend CARMEN/ BOLERO darf hier natürlich nicht fehlen.

Aufgrund der vorübergehenden Schließung des Großen Hauses findet die Ballettgala 2017 in der Schwabenhalle der Messe Augsburg statt. Wir wünschen allen Beteiligten TOI, TOI, TOI und Ihnen unvergessliche Ballett-Momente!

AUTSCH! – This is the end! – Horror!

Nach 25 Jahren intellektueller Late-Night-Hochkultur ist es jetzt time to say good bye zu sagen. Das ist furchtbar, tragisch und unbeschreiblich traurig, aber leider nicht zu ändern.

Am Freitagabend, dem 19. Mai, findet um 22.30 Uhr im hoffmannkeller das letzte quick & dirty statt. Schluchz. Alles hat ein Ende und wenn es am schönsten ist, soll man gehen. Doch auch wenn Abschied ein scharfes Schwert ist, – niemals geht man so ganz, denn Abschied heißt auf Wiedersehen! Und wir sagen nicht leise Servus, sondern lassen es am Freitag noch mal so richtig krachen!


quick & dirty
19. Mai 2017 | 22.30 Uhr
hoffmannkeller

An was glaubst DU?

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen – und legte den Grundstein für seine Reformation der christlichen Kirche. Was im 16. Jahrhundert angestoßen wurde, veränderte Deutschland, Europa und die Welt. 2017 jährt sich Luthers Thesenanschlag zum 500. Mal.

Durch ihre Historie ist die Stadt Augsburg – von Luthers Streitgespräch mit Kardinal Cajetan (1518) bis hin zum Augsburger Religionsfrieden (1555) – eng mit den religiösen Disputen des Dreißigjährigen Krieges und den Entwicklungen des Landes verbunden. So  stellt sich im Zuge des Reformationsjubiläums hier in Augsburg die Frage: Welche Rolle spielen Glaube und Religion heute im Zusammenleben der Menschen in der Friedensstadt? Und zu welchen Bekenntnissen drängt es die Bewohner?

Auf der Suche nach Antworten

In ihrem neuen Rechercheprojekt „Unruhe“ im Paradies gehen Harry Fuhrmann und Christiane Wiegand diesen und weiteren Fragen auf den Grund. Auf der Suche nach Antworten begab sich das Duo mitten unter die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Mit über vierzig alteingesessenen und neu zugezogenen Augsburgern verschiedenster Glaubensrichtungen und Überzeugungen kamen Fuhrmann und Wiegand ins Gespräch. Die unterschiedlichen Geschichten brachten Gräben in der Stadtgesellschaft zu Tage, offenbarten Träume und Ängste und warfen Fragen an die gemeinsame Zukunft auf. Basierend auf diesen Gesprächen entwickelte das Regieteam einzelne Figuren diverser Überzeugungen und Religionszugehörigkeiten. Im Laufe des Abends erzählen diese von ihren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen, treffen aufeinander und geben einen Einblick in die Komplexität von Glaube und friedlichem Zusammenleben.

Altbekanntes Team

Bereits in der Spielzeit 2009/10 entwickelten Harry Fuhrmann und Christiane Wiegand in einer ähnlichen Herangehensweise die Produktion Die Weber von Augsburg – augsburg factory: web und walk. Auf der Grundlage von historischen Recherchen, vor allem aber Gesprächen mit Arbeiterinnen, Arbeitern und Angestellten erschufen Fuhrmann und Wiegand ein farbenfrohes Portrait der Augsburger Textilindustrie auf dem Gelände der Dierig Holding AG in Pfersee.

Puppenspielkunst in der brechtbühne

Nun begeistert das Duo seit Samstag mit seiner aktuellen Produktion „Unruhe“ im Paradies in der brechtbühne. Dafür haben sich die beiden ein paar ganz besondere Gäste gesucht: Neben sechs Schauspielern unseres Ensembles und Susanne Reng vom Jungen Theater Augsburg, wurden für das Recherchestück auch drei Studenten der „Zeitgenössischen Puppenspielkunst“ der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin engagiert. Mit ihren zahlreichen Figuren sorgen die Puppenspieler immer wieder für überraschende Momente, die begeistern und verzaubern.

Neue Arenabestuhlung

Außerdem haben Sie im Rahmen der Produktion die Möglichkeit die brechtbühne einmal ganz neu zu erleben! Nach der letzten Faust-Vorstellung im April hieß es nämlich „Bye, bye Tribüne“ und „Hallo Arena-Bestuhlung“. Die gewohnte Tribüne mit ihren dreizehn Reihen wich einer drei- beziehungsweise vierreihigen Bestuhlung, welche die Bühne nun arenengleich an drei Seiten umschließt. Die Folge? Trotz gleicher Adresse erleben Sie in der brechtbühne nach dem Tribünen-Ausbau nun eine völlig neue Spielstätte, in der die Darsteller viel näher an das Publikum herankommen und die Produktionen aus einer neuen Perspektive zu erleben sind. Vorbeikommen und Staunen!


„Unruhe“ im Paradies
nächste Vorstellung heute Abend und noch bis 25. Juni 2017 in der brechtbühne

Große Abschiedsgala am Roten Tor

Pünktlich zum Vorverkaufsstart möchten wir Sie auf unsere große Abschiedsgala unter dem Titel Servus und baba – schön war’s hinweisen:

Für die letzten 10 Jahre Theater möchten wir uns am 30. Juli bei Ihnen, unserem treuen Augsburger Publikum, mit einer großen Abschiedsgala bedanken. Wir lassen die Höhepunkte der vergangenen Dekade noch einmal aufleben und Revue passieren. Erinnern Sie sich gemeinsam mit uns zurück an viele Inszenierungen und Produktionen – insbesondere an die vielen unvergesslichen Abende auf der Freilichtbühne – und begleiten Sie uns auf einer Reise durch ein Theaterjahrzehnt voller Emotionen.

Das genaue Programm wird noch nicht verraten – man munkelt aber über einen Abstecher ins Weiße Rössl an den Wolfgangsee, einem kleinen a-capella-Konzert mit den Comedian Harmonists und auch einige Blumenkinder von Hair wurden auf der Probebühne bereits gesichtet. Gut möglich also, dass das eine oder andere bekannte Gesicht auf die Freilichtbühne zurückkehrt.

Und das Beste daran: Der Vorverkauf für die Abschiedsgala hat schon begonnen. Gleich Karten sichern und am 30. Juli mit dabei sein!


Servus und baba
Abschiedsgala auf der Freilichtbühne am Roten Tor
30. Juli 2017, 20 Uhr

Auf ins Wunderland!

„Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur,
wenn man es für möglich befindet.“
Lewis Carroll, Alice im Wunderland

Wir alle kennen sie, die fabelhafte Welt von Wunderland. 1865 erschuf Lewis Carroll das Märchen um Alice, die einem weißen, „beuhrten“, viel zu späten Kaninchen durch einen Bau ins fantastische Wunderland folgt. Dort reiht sich Abenteuer an Abenteuer: Tränke und Speisen lassen sie zu winziger Größe schrumpfen und haushoch wachsen, Nichtgeburtstage und Teepartys werden gefeiert und die Herzkönigin lädt zum Minigolfspiel mit Flamingo-Schlägern und Igel-Bällen ein.

Vielfach wurde die Geschichte aufgegriffen und für Film und Bühne adaptiert. Immer wieder werden auch einzelne Figuren in der Popkultur zitiert, dass sie selbst Wunderland-Fremden ein Begriff sind: von der Grinsekatze, über den Märzhasen und den verrückten Hutmacher, bis hin zur Herzkönigin.

Die Augsburger Philharmoniker widmen sich in ihrem nächsten Familienkonzert nun einer musikalischen Adaption von Alice im Wunderland. Bernhard Lassahn (Text) und Martin Bärenz (Musik) haben Carrolls Märchen in ein Kindermelodram für einen Sprecher und großes Orchester geschrieben, die nun am 30. April in Augsburg zur Aufführung kommt. Unterstützung erhalten die Augsburger Philharmoniker dabei von Sprecherin Katja Schild, die das Orchester bereits bei den Familienkonzerten Paddington Bärs erstem Konzert und Pinocchio und Eine musikalische Weltreise begleitete. Konzertbeginn im Kongress am Park ist um 16.00 Uhr.

Alice im Wunderland – 3. Familienkonzert
Sonntag, 30. April 2017
16:00 Uhr
Kongress am Park

Das jtt lädt zum Perspektivwechsel

Einmal pro Woche trifft sich der Jugendclub am Theater Augsburg. In verschiedenen Workshops mit Körper-, Stimm- und Sprechübungen und der Auseinandersetzung mit Texten hat das jtt (junge theater team) hier unter der Leitung von Theaterpädagogin Nicoletta Kindermann die Möglichkeit sich auszuprobieren und nach und nach eine eigene Produktion zu gestalten. Nun ist es wieder soweit: Die neuste Produktion des Jugendclubs steht kurz vor ihrer Premiere! Diese Spielzeit haben sich die Jugendlichen mit Martin Heckmanns Theaterstück Die Zuschauer gewidmet und sich mit den Arten des Erlebens von Theater auseinandergesetzt.

Dabei kamen so einige Fragen auf: Wie verhalten wir uns eigentlich im Theater? Was nehmen wir wahr? Sollte man als Zuschauer gut vorbereitet sein und vorab wissen worum es im Stück geht? Zuschauen ist ja keine rein passive Tätigkeit, denn wir sind dazu aufgerufen aktiv an der Produktion teilzunehmen. Im Hinblick auf die körperliche Teilnahme mutet ein Theaterstück seinen Zuschauer sogar einiges zu: Vom Publikum wird erwartet, über zwei Stunden hinweg mucksmäußchenstill im Dunkeln zu sitzen und alle physischen Vitalfunktionen unterdrücken. Nach dem Vorstellungsbesuch kann man mit Fug und Recht sagen man hätte nichts verstanden, aber man kann nicht behaupten, dass man nichts gesehen, gehört oder erfahren hat! Zuschauer, die vehement daran festhalten, ihnen hätte eine Vorstellung nicht gefallen, können sich trotzdem im Nachhinein oft sofort an bestimmte Augenblicke des Stücks erinnern. Ein Zuschauer, der jedoch meint alles verstanden zu haben, muss im Nachhinein über nichts mehr nachdenken.

Theateraufführungen sind ein soziales Ereignis mit eigenwilligen Formen der Gemeinschaft. Während der Vorstellung kann das Publikum dynamische Veränderungen erffahren, in denen jeder einzelne Zuschauer über sich selbst hinauswachsen kann. Was macht Theater also mit seinen Zuschauern? Finden Sie es heraus! Premiere feiert die Produktion heute Abend, 26. April 2017 um 19.30 Uhr im hoffmannkeller. Weitere Termine sind im Mai und Juli geplant.

Die Zuschauer
Premiere: 26. April 2017
hoffmannkeller

Opernwerkstatt im Textilmuseum

Am Sonntag, 23. April 2017, feiern wir die nächste Opernpremiere: Im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) kommt Hans Thomallas Kaspar Hauser – in einer konzertanten Aufführung mit szenischen Impressionen – zur  Aufführung.

Heute Abend haben Sie die Möglichkeit, bereits vor der Premiere, einmal Mäuschen zu spielen: In unserer Opernwerkstatt laden wir Sie wieder zu exklusiven Einblicken in die Produktion ein und bieten Ihnen die Gelegenheit mit dem Komponisten Hans Thomalla und Dramaturgin Johanna Mangold ins Gespräch zu kommen.

Die Werkstatt beginnt um 19.00 Uhr im Textilmuseum. Weitere Informationen und Anfahrtsbeschreibungen zur Spielstätte finden Sie auf unserer Homepage.

Spannende Langeweile komponieren!

Um es gleich vorweg zu nehmen: hier geht es nicht um eine langweilige Oper, sondern darum, wie Komponist Hans Thomalla das paradoxerweise höchst interessante Thema der Langweile in seiner Oper musikalisch umsetzt. Hans Thomalla beschäftigte sich ausgiebig damit, wie er die vermeintliche „Idylle“ der Gesellschaft, in die Kaspar Hauser einbricht, komponieren kann; vor allem, da sie zeitgleich eine omnipräsente Gefährdung darstellt.

So entschied sich der Komponist für das Orchester als Basis der monotonen Ruhe. Thomalla schreibt hierzu in der Deutschen Bühne (Januarausgabe 2016):

„Harmonisch zementiert in einem großen Akkord, dessen symmetrische Architektur über alle Register jedem Ton oder Klang seinen Platz zuweist. Doch in den Bausteinen dieses Akkordes sind kleine ‚Risse‘, inkommensurable Elemente, die sich der quasitonalen Symmetrie widersetzen. Das Intervall der kleinen Sekunde, das mit einem Anklang von Sentimentalität das Zentrum des Akkordes markiert, wird etwa von einem brüchigen Saxophonspaltklang gespielt, der immer etwas zittert, wabert und nie ganz ‚einrastet‘ in die Architektur des Akkordes.“

Rhythmisch äußert sich die Langeweile zu großen Teilen in Mustern stur fortlaufender Pulse, versehen mit Unschärfen und Ausbrüchen – wie etwa das pulsierende, verstimmte Akkordeon, oder zwei wummernde, gegeneinander verstimmte, tiefe Saiten. Die nach Stabilität suchende Monotonie äußert sich in ähnlichen Strukturen: So wird der erste Ton einer längeren Pulskette zum Beispiel immer von einer tiefen Harfe oder von Bässen gezupft. Wieder sind die Saiten der Harfe mikrotonal verstimmt und die Ruhe der Wiederholung wird durch eine leise, schwer greifbare Verschmutzung der Ordnung der Orchestertexturen gestört.

Der Gesang der Protagonisten spiegelt ebenfalls die gutbürgerliche Monotonie der Bürger Nürnbergs und Ansbach wider. Kaspar Hausers fremdartige Erscheinung erschüttert diese, wenn auch auf wackligen Füßen stehende Ordnung der Bürger, denn er fördert, wie Thomalla es nennt, das Schmutzige in der geordneten Monotonie zutage. Was den Komponisten während des Kompositionsvorgangs selbst überraschte, war, dass diese klanglichen Verstimmungen und Verschmutzungen jedoch fast von auratischer Schönheit sind. In der Januarausgabe 2016 der Deutschen Bühne schreibt er ebenfall, dass:

„die Gefährdung der monotonen Textur durch die nicht rationalisierbare Klangwelt Kaspar Hausers, durch die Verstimmungen, die Ausbrüche und die unkontrollierbaren Pulsierungen, keine Zerstörung von Schönheit bedeutet, sondern dass gerade in der Spannung aus monotoner Struktur und ihrer Gefährdung das Potenzial für die spezifische klangliche und szenische Schönheit dieser Oper […] liegen kann.“

Kaspar Hauser feiert am 23. April 2017 Premiere im Staatlichen Textil- und Industriemuseum (tim).

Ein Liederabend mit Werken von Gustav Mahler

Der Musik von Gustav Mahler zuzuhören, bedeutet immer sich auf eine Reise zu begeben: ob nun ins Innere oder in philosophisch-metaphysische Sphären. Am 8. April 2017 interpretiert Bass Young Kwon, begleitet von Prof. Markus Hadulla am Klavier, drei Liederzyklen von Gustav Mahler im Rokokosaal.

Die Lieder eines fahrenden Gesellen sind Mahlers erster Liederzyklus und erzählen von unerfüllter Liebe, dem Trost in der Natur und im Tod. Die Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert, komponierte Mahler 1901. Sie gehören sowohl inhaltlich als auch musikalisch zu den persönlichsten Äußerungen, die Mahler je geschrieben hat. Mahlers Kindertotenlieder, ebenfalls inspiriert von Gedichten Rückerts, beschließen den Abend mit einer großen metaphysischen Abhandlung über den Sinn von Leben und Tod.

Ach wie ist die Welt so schön!
8. April 2017 | 19.30 Uhr
Rokokosaal der Regierung von Schwaben

Ballettpremiere im Kongresszentrum

Mit Carmen / Bolero blicken die kroatische Choreografin Valentina Turcu und Hauschoreograf Riccardo De Nigris am 7. April der Premiere eines Doppelballettabends im Kongress am Park entgegen.

NARZISS / BOLERO

Maurice Ravels Bolero, 1928 in der Pariser Oper uraufgeführt, entpuppte sich wegen seiner erotischen, lasziven Tanzweise sofort zum handfesten Skandal. Im Handumdrehen erlangte das Werk eine große Popularität, die vom Komponisten selbst jedoch zeitlebends unverstanden blieb. Auch heute zählt Bolero zu den meistgespielten Werken der Orchesterliteratur. Zahlreiche Musiker ließen sich von Ravels Ballettkomposition inspirieren – so Frank Zappa, die Rolling Stones und Deep Purple. Auch in Film- und Fernsehen wurde Bolero mehrfach aufgegriffen.

Riccardo De Nigris widmet sich Ravels Komposition nun mit einer Choreografie. Thema ist der moderne Narzissmus: Selbstbespiegelung und Eitelkeit werden moralischen Werten und innerer Schönheit gegenübergestellt – ein Konflikt, der weit in die Vergangenheit zurückreicht und gleichzeitig aktuell ist wie nie. Als Sinnbild für den damit verbundenen inneren Antrieb eines jeden Menschen stellt De Nigris einen Tänzer im Laufschritt auf die Bühne.

Sein ehemaliger Kollege Massimo Margaria hat ihm zu Texten von W. Keith Campbell eine elektronische Klangcollage erstellt, die den Auftakt liefert für ein Stück über die Selbstverliebtheit einer ganzen Generation im Selfie- und Fitnesswahn, in der Schein mehr gilt als Sein. Ravels berühmte Komposition bildet den zweiten Teil dieser Choreografie.

CARMEN

Die aus Zagreb (Kroatien) stammende Tänzerin und Choreografin Valentina Turcu gilt als eine der kreativsten und vielseitigsten Künstlerinnen ihrer Heimat. Neben zeitgenössischen Tanzkreationen schuf Turcu auch zahlreiche Arbeiten für das Schauspiel (Hamlet, Dreigroschenoper u. a.) und das Musiktheater (Carmen, La Bohème u. a.), die ihr den Zugang zu großen Handlungsballetten öffneten. Vor allem ihre mehrfach preisgekrönten Fassungen von Romeo und Julia und Carmen (siehe Foto), beide entstanden für das Kroatische Nationaltheater in Split, erobern derzeit die internationalen Spielpläne. Letztere wird nun auch – das erste Mal in Deutschland – auf der Augsburger Bühne im Kongress am Park zu sehen sein. Damit erwartet das Publikum im zweiten Teil des Abends die Dreiecksgeschichte einer starken, unabhängigen Frau zwischen zwei Männern. Ein Konflikt, den sie mit ihrem Leben bezahlt.

Karten für Carmen / Bolero sind ab sofort online und beim Besucherservice erhältlich.