Ende des Spielbetriebs im Großen Haus am 20. Juni 2016

Liebes Publikum,
liebe Freunde des Theaters,

wie Sie sicherlich schon aus den Medien erfahren haben, müssen wir das Große Haus aus Gründen des Brandschutzes zum Ende der Saison 2015/16 schließen. Wir alle wurden von dieser Nachricht überrascht. In den letzten Wochen hat es bereits Voruntersuchungen im Zusammenhang mit der Sanierung gegeben. Bei diesen Recherchen ergab sich ein bisher nicht bekannter Aufbau der Decke zwischen Hauptgarderobe und Zuschauerraum. Das ist natürlich zunächst grotesk, aber wenn man die Pläne aus der Zeit des Wiederaufbaus heute studiert, findet man natürlich viele Details, die den aktuellen Auflagen nicht mehr entsprechen. Ich denke, es ist müßig, darüber zu sinnieren, was in der Vergangenheit geschehen ist – wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen: Das Große Haus wird geschlossen. Der gesamte weitere Spielplan, der noch von dieser Spielstätte ausging, wird unter anderen Bedingungen stattfinden müssen.

ABER: WIR SPIELEN WEITER!

Und wir wollen auch die angekündigten Stücke zeigen und mit Ihnen erleben. Allerdings wird es uns nur mit Ihnen und Ihrer Begeisterung für das Theater gelingen, dass wir diese schwierigen Zeiten, die uns bevorstehen, überwinden. Wir wissen nur, dass wir ein anderes Quartier finden müssen und wir werden Sie natürlich auf dem Laufenden halten und Sie noch vor der Sommerpause informieren, wie und wo es weitergeht.

Natürlich steht Ihnen auch unser Besucherservice für alle Ihre Fragen zur Verfügung. Bitte bleiben Sie uns treu! Vertrauen Sie in uns und die Kraft des Theaters, des Träumens und der Vision. Ich danke Ihnen dafür.

Herzlich, Ihre

Juliane Votteler
Intendantin

2 Gedanken zu “Ende des Spielbetriebs im Großen Haus am 20. Juni 2016

  1. ….ich bin seit über 50 Jahren Platzmieter in unserem Theater. Werde es weiterhin bleiben so lange ich lebe!!! Ohne Kultur, ohne Theater, ist das Leben nur grau…Das will ich nicht!!!

  2. Manchmal haben technische Zwänge ja auch einen positiven Effekt – jetzt ist wenigstens allen (hoffentlich!) klar, dass saniert werden muss. Das Haus tut seit 1956 seinen Dienst, kein Mensch würde mehr ein Auto diesen Jahrganges als „Tageswagen“ fahren. Ich denke, nun geht es vorwärts und die unselige Diskussion über ob und wie wird beendet. Augsburg braucht auch weiterhin ein Theater und alle hoffen, dass die Interimszeit nicht zu lange dauert. Ich freue mich auf die nächsten Opern-Premieren in Augsburg (wo auch immer) und werde wei-terhin gern nach Augsburg kommen! Toi-toi-toi!